Unsere Vision ist eine zukunftsfähige, sozial verantwortliche und ökologisch wertvolle Landwirtschaft.
Wir träumen davon, dass mehr und mehr Landwirt*innen Gehölze in die landwirtschaftliche Nutzung integrieren und so dazu beitragen, dass landwirtschaftliche Ökosysteme regenerieren, vielfältige Nahrungsmittel produziert werden, die Landschaft klimaresilienter wird und soziale Aspekte wieder mehr Teil der Landwirtschaft werden.
Unser Lehr- und Lernbetrieb auf dem Werragut entwickelt sich zu einem Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft über das Bundesgebiet hinaus.
Landwirtschaft kann mehr!
Um das zu zeigen, bauen wir seit 2021 auf dem Bioland-Hof Werragut einen Lehr- und Lernbetrieb für Agroforstwirtschaft auf. Gestartet mit einem 12 ha großen, vielfältigen Agroforstsystem aus Nuss- und Obstbäumen sowie Beerensträuchern, sind in unserem Leuchtturmprojekt mittlerweile mehr und mehr Facetten von Agroforst erlebbar. Dazu gehört seit 2025 eine Versuchsfläche für den Weidenanbau und Pappelhölzern. Zwei Lehrpfade zu effektivem Gehölzschutz und essbaren Obstgehölzen sowie Pflanzaktionen für weitere Agroforst-Systeme sind in 2026 geplant.
Mit Führungen, Workshops und naturpädagogischen Angeboten (u.a. mit dem Waldkindergarten) geben wir Wissen u.a. an Praktiker*innen weiter und machen die positiven Effekte von Agroforst erlebbar; wir erproben Wertschöpfungsketten für Agroforst-Erzeugnisse, sind aktiv in bundes- und europaweite Netzwerken und beraten politische Entscheidungsträger*innen für mehr Agroforst in Deutschland.
Doch das ist erst der Anfang.
In den kommenden drei Jahren gehen wir die nächsten großen Schritte. Um dies zu tun, suchen wir Unterstützer*innen, die diesen Weg gemeinsam mit uns gehen möchten.
CO₂-getriebener Klimawandel war gestern – landnutzungsgetriebener Klimawandel ist heute.
Um den Klimawandel effektiv zu bekämpfen, reicht eine alleinige Reduktion der CO₂-Emissionen nicht aus, eine Kombination aus Vegetation und Wasser ist der Schlüssel. Mit Agroforst und dezentralen Wassermanagementsystemen stärken wir die Wasserkreisläufe und tragen zur aktiven Abkühlung der Landschaft bei.
Für eine Skalierung dieser innovativer Landnutzungssysteme, braucht es vor allein eines: Finanzielle Mittel und Bekanntheit. Die Landwirtschaft alleine kann diese Kosten nicht tragen, auch Kommunen sind klamm. Zudem sind diese Maßnahmen unbekannt und finden deshalb in der Praxis keine Berücksichtigung.
Die Lösung: Aufbau eines “Wood&WaterFonds”. Hier geht es zur Skizze:
Auf dem Werragut zeigen wir die Vielfalt, das ökonomische Potenzial und die positiven ökologischen Effekte der Agroforstwirtschaft
Der Praxisbetrieb stellt eine der Kernaktivitäten des ReSoLa dar. Werden zu Beginn noch viele Ressourcen in den Aufbau des Gehölzbestandes investiert, entwickeln sich daraus langlebige zu erntende Sträucher und Bäume. Der Verkauf der Erzeugnisse ermöglicht langfristig eine ökonomisch eigenständige Tragfähigkeit.
Unterstützungsmöglichkeit:
Um die Pflege der Gehölze sicherzustellen, brauchen wir Agroforst-Pflege-Patenschaften: Die Daniel-Schlegel-Umweltstiftung hat hier den Anfang gemacht, um unseren Agroforst-Pfleger auch in 2027 finanzieren zu können, suchen wir weitere Paten.
Neben dem bestehenden Agroforstsystem planen wir derzeit Neupflanzungen auf weiteren Flächen, die zu Teilen über Förderprojekte finanziert werden. Die Finanzierung der Eigenanteile ist noch offen.
Konkret werden Klimagehölze, Schattenbäume, Futterlaub-Systeme geplant, sowie eine Modernisierung einer Streuobstwiese. Für die Optimierung des Wasserrückhalts soll die Fläche analysiert, Maßnahmen modelliert und anschließend mit dem Bagger Gräben gezogen werden.
“Wissen weitergeben” haben wir uns bereits mit der Gründung auf die Fahne geschrieben. Seit 2022 sind wir als Leiter des Agroforst-Akademie-Planungskurses jedes Jahr auf dem Werragut, führen Studierendengruppen, Schulklassen, internationale Fachgruppen, Politik, Praktikerinnen und Interessierte über die Flächen. Dies wollen wir weiter fortführen, zumal das Interesse stetig zunimmt.
Lernort Bauernhof meets Agroforst
Seit mehreren Jahren besteht zudem eine Kooperation mit dem Waldkindergarten. Die Erfahrung damit zeigt: Der Ort ist dafür prädestiniert, das Angebot auszubauen! Deshalb planen wir, die Konzepte “Lernort Bauernhof” mit zertifizierten Bauernhofpädagoginnen auf das Feld der Agroforstwirtschaft zu erweitern, um Kindern schon im frühen Alter positive Erfahrungsräume als Lernfelder zu schaffen.
Unterstützungsmöglichkeit:
Da Kindergärten in der Regel keine finanziellen Mittel für Angebote solcher Art haben, sind Co-Finanzierungen notwendig. Im Rahmen eines angedachten Projektes, sollen besagte Konzepte entwickelt, Materialien beschafft und die Methoden zeitgleich in der Praxis evaluiert werden. Für ein solches Projekt suchen wir Unterstützer*innen.
Als Innovations-Standort bieten wir Forschungseinrichtungen Praxisflächen und werben selbst Projekte ein, um Wissenslücken im Bereich Agroforst und dezentrales Wassermanagement zu schließen.
Darüber hinaus zeigen wir, wie Technologie Agroforst-Landwirtschaft unterstützt und verleihen Maschinen in der Region.
Ein Problem, was auf nahezu alle Agroforstsysteme zutrifft, ist mangelnde Pflege. Findet diese nicht statt, können Bäume ihre Ökosystemfunktionen nicht entfalten und sterben im schlimmsten Fall ab. Da landwirtschaftliche Betriebe keine Kapazitäten für eine ausreichende Pflege haben, bedarf es anderen Lösungen:
Wir betreiben einen wirtschaftlich tragfähigen Verarbeitungsbetrieb im Sinne sozialer Landwirtschaft, der die Agroforst-Erzeugnisse veredelt und zu regionaler Lebensmittelversorgung beiträgt.
Neben dem Pflanzen der Bäume, zählt die Ernte, Verarbeitung und Vermarktung ebenfalls zu den Gedanken, die man sich vor der Anlage machen sollte. Hierfür gibt es aber derzeit noch zu wenig Praxisbeispiele.
Aus diesem Grund sollen die Jahre 2026 und 2027 zu Prototyp-Jahren deklariert werden, in denen viel Praxiswissen gesammelt und erprobt werden soll. Neben Personalstunden sind hierfür auch Materialien und Maschinen notwendig, was Kosten in Höhe von ca. 50.000 – 150.000 € verursacht (je nach Anschaffungskosten der Maschinen).
Vielen Dank für deine Unterstützung!
